Freitag, 3. Dezember 2010

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Summary of IDF Activity in the Carmel Disaster Area and Arrival of Foreign Aid, 3 Dec 2010





'Berlin - Die Karmel-Höhen sind ein gut 30 Kilometer langer Mittelgebirgsrücken bei Haifa in Nord-Israel. Die bis zu 546 Meter hohen Kreidekalk-Berge sind von vielen Höhlen durchzogen. Archäologen erforschen dort wichtige frühgeschichtliche Aus-grabungsstätten. Am Karmel-Nordhang liegt das Stammkloster des katholischen Karmeliter- Ordens.





(Wikipedia: Karmeliten sind die Mitglieder des römisch-katholischen „Ordens der Brüder der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel“ (lat. Ordo Fratrum Beatissimae Mariae Virginis de Monte Carmelo), der um das Jahr 1150 am Karmelgebirge im heutigen Israel gegründet wurde und der Tradition des Eremitentums entspringt. Die Mitglieder des in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gegründeten weiblichen Ordenszweiges werden Karmelitinnen genannt.)





In dem beliebten Ausflugsgebiet leben neben Juden und Christen auch Muslime und Drusen. Weite Teile der artenreichen grünen Hänge des Mittelgebirges mit großen Tierreservaten stehen als "Mount Carmel National Park" unter Schutz. Die Karmel-Berge sind traditionell ein bedeutendes Weinbaugebiet in Israel. Karmel bedeutet im Hebräischen in etwa "Garten Gottes".'






Youtube-Video: "In order to aid Israel in its efforts to battle the fires ravaging the forests of Mt. Carmel in what has become known as the "Carmel Disaster", Turkey has sent out fire fighting planes which have landed today (Dec 3rd) in the Ramat David Air Force Base."
(via Twitter IDF Spokesperson)





Earlier Friday, Netanyahu thanked his Turkish counterpart Recep Tayyip Erdogan for sending airplanes to help battle the Carmel brush-fire which had already claimed more than 40 lives.
"I really appreciate Turkey's help, we will find a way to express our appreciation." The prime minister's comments came during a visit to the Carmel fire injured at Rambam hospital in Haifa.
He later added that he believed Turkey's granting of aid to Israel "will serve as an opening to improve relations between Israel and Turkey."






"Some 100 firefighters from Bulgaria have arrived as well as forces from Jordan and Greece. Fire extinguishing planes were on their way from Britain and Cyprus as well as aid from the United States, Russia, Egypt, Spain, Azerbaijan, Romania and Turkey —which put aside recent tensions to lend a hand."






Youtube-Video: "Support delegations from all over Europe, including Greece, Cyprus, and Bulgaria, landed in Israel over the course of Thursday and Friday (December 2-3, 2010). The forces landed in Israeli Air Force bases and began assisting the efforts in battling the fires at the Carmel disaster area." (via Twitter IDF Spokesperson)





"Dicke, schwärzliche Rauchfahnen steigen über dem Bergrücken des Karmel auf. An ungezählten Stellen züngeln lichterloh Flammen empor. Der „Weinberg Gottes“ – auf hebräisch Karmel genannt – brennt. Fast nonstop steigen Löschflugzeuge und Helikopter, an denen riesige Wassertanks hängen, auf, um das Feuer einzu-dämmen. Sie kommen aus Griechenland, Zypern, Bulgarien und Russland. Sogar die Türkei, zu der Israel seit Monaten ein höchst gespanntes Verhältnis hat, schickte auf eigene Initiative zwei Flieger. „Wir können den Kampf gegen dieses massive Buschfeuer nicht allein gewinnen“, räumt Premier Benjamin Netanyahu ein und dankt, geradezu bewegt, dieser ungewohnten internationalen Unterstützung".






'Die israelischen Feuerwehren erhalten spontane und großzügige Hilfe nicht nur von europäischen Staaten, auch von unerwarteter arabischer Seite, nämlich von den Palästinensern, Jordanien und Ägypten. Russland sandte auf israelischen Wunsch die größten Löschflugzeuge der Welt. Eine Vorhut der insgesamt rund hundert bulgarischen Feuerwehrleute waren die ersten, die in Israel aus dem Ausland eintrafen. Geradezu sensationell ist die Tatsache zu werten, dass die Türkei zwei dringend benötigte Löschflugzeuge entsandt hat. Dies geschah dank der klugen Vermittlung der deutschen Bundesregierung. Da Deutschland über keine Löschflugzeuge verfügt, (beziehungsweise laut einer anderen Quelle die zwei deutschen Löschhubschrauber nicht rechtzeitig vor Ort sein konnten) leitete Berlin die israelische Bitte an Ankara weiter und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan entsprach ihr. Dies trotz der extrem gespannten Beziehungen zwischen der Türkei und Israel, aber wohl auch, weil Israel vor einigen Jahren der Türkei bei zwei schweren Erdbeben tatkräftig beigestanden hatte. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu dankte Erdogan telefonisch und erklärte sich überzeugt, dass diese Hilfsaktion die Öffnung zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen darstelle.
Trotz dieser Solidarität bleibt bei manchem Israeli ein bitterer Beigeschmack zurück. Der Nationalstolz ist sichtlich verletzt. Ein Land, das Spionagesatelliten starte, abschreckende Militär-operationen ausführe, bei Hochtechnologien führend sei, habe nach sieben Stunden keine Bestände mehr zur Brandbekämpfung, kommentiert die Tageszeitung „Maariv“. Mit „heruntergelassenen Hosen“ stehe man da und warte auf Löschflugzeuge der „Großmacht Zypern“, heißt es zynisch.
Bereits vor einer Woche, als ein Brand in den 29 Etagen hohen Shalom-Towern in Tel Aviv ausgebrochen war, schrillten in Israel die Alarmglocken. 250 Löschfahrzeuge fehlten, schrieb die „Jerusalem Post“.'


















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